Wir sind dabei
Der Kronenkranich ist das „Zootier des Jahres“ 2026
Kronenkraniche erreichen eine imposante Flügelspannweite von zwei Metern und leben südlich der Sahara in Afrika. Als Glücksboten und Wächter über die Gesundheit der Menschen und des Viehs werden sie in vielen Kulturen der Sahelzone verehrt. In Uganda ziert der Kronenkranich als Wappentier die Nationalflagge und gilt als Symbol für Fortschritt und Frieden, in Ruanda und Burundi steht er für Glück und Reichtum. Als besonders talentierte Heuschreckenjäger helfen Kronenkraniche, die Entstehung riesiger Wanderheuschreckenschwärme, die ganze Ernten vernichten können, einzudämmen. Vogelbeobachter aus aller Welt reisen nach Afrika, um diesen imposanten Vogel in seinem natürlichen Lebensraum zu erleben. Nicht zuletzt trägt der Kronenkranich dadurch zum Einkommen vieler afrikanischer Familien bei.
Die charismatische Kranichart ist jedoch durch Lebensraumverlust, die Zerstörung von Feuchtgebieten und menschliche Eingriffe in ihre natürlichen Lebensräume gefährdet. Auch der verstärkte Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft, die Kollision mit Stromleitungen und die direkte Nachstellung durch den Menschen zur Verwendung als Nahrungsmittel oder zur Haltung als Dekoobjekt in Haus- oder Hotelgärten tragen dazu bei, dass die Kronenkranichbestände in vielen Regionen Afrikas seit Jahren zurückgehen. Die Zahl der Kronenkraniche nahm etwa in Ostafrika in den letzten 40 Jahren um 80% ab. In Tansania, gut drei Mal so groß wie Deutschland, leben nur noch ca. 2.000 Vögel.
Mit den Spenden aus der Artenschutzkampagne „Zootier des Jahres 2026 – Der Kronenkranich“ sollen mit den afrikanischen Projektpartnern nachhaltige Artenschutzmaßnahmen für diese faszinierenden Vögel umgesetzt werden.
Schutzprojekt in Tansania
Tansania war einst Heimat von zehntausenden Kronenkranichen. Heute sind nur noch wenige tausend Tiere übrig – bedroht durch Lebensraumverlust, illegale Jagd, Brände und intensive Landwirtschaft. In Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden, Schulen und Freiwilligen soll daran gearbeitet werden, den Kraninchen eine Zukunft zu sichern.
Ziel ist es, die Feuchtgebiete und Brutplätze durch Baumpflanzungen, Abgrenzungen und Monitoring zu sichern. Gleichzeitig sollen durch die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft und Fischerei Konflikte abgebaut werden. Entscheidend ist die Zusammenarbeit mit Fischern und Bauern sowie der Aufbau eines Netzwerks freiwilliger Kranichschützer. Darüber hinaus sollen Umweltbildungsprojekte eine verstärkte Aufklärung zu Gefahren wie Bränden, Pestiziden und illegaler Jagd ermöglichen.
Schutzprojekt in Kenia
Der Graue Kronenkranich ist die am stärksten bedrohte Kranichart weltweit – in den letzten 50 Jahren sind die Bestände um rund 80 % eingebrochen. Ursachen sind Lebensraumverlust, illegale Jagd, Handel, Vergiftungen, der massive Einsatz von Chemikalien in der Landwirtschaft und Kollisionen mit Stromleitungen.
In Kenia leben noch etwa 10.000 Kronenkraniche. Doch nur knapp 5 % davon befinden sich in staatlichen Schutzgebieten – die große Mehrheit lebt in landwirtschaftlich genutzten Flächen oder frei zugänglichen Feuchtgebieten. Das macht den Schutz besonders schwierig.
Um zu überleben, benötigen die Vögel intakte Feuchtgebiete, eine abwechslungsreiche kleinbäuerliche Kulturlandschaft und Menschen, die sie schützen. Das Projektteam „Cranes Conservation Volunteers“ bemüht sich seit zehn Jahren um den Erhalt der Grauen Kronenkraniche und konnte deren Bestandszahlen im Projektgebiet bereits erhöhen. Nun soll die Arbeit in Zentralkenia ausgeweitet werden, wofür ein Netzwerk von Freiwilligen aufgebaut werden soll. Ein zentraler Lebensraum ist der Lake Ol’Bolossat im Landkreis Nyandarua, nordwestlich von Nairobi. Hier hat die Organisation in den letzten zehn Jahren mit Bildungsarbeit, Aufklärung und lokalen Schutzinitiativen erste Erfolge erzielt.
Ziel ist es, die Ausbildung und Ausstattung von ehrenamtlichen Kranichschützern abzusichern, hierzu gehören auch Geländefahrzeuge, Kamerafallen sowie GPS-Sender für die Verbesserung des Monitorings.
Schutzprojekt in Burundi
In Burundi war der Graue Kronenkranich fast verschwunden. Durch politische Unruhen und fehlende Schutzmaßnahmen kam der Bestand komplett zum Erliegen. Doch seit kurzem gibt es wieder Hoffnung. Immer mehr Vögel aus Ruanda siedeln sich erneut im Land an – 2025 konnten bereits 19 Tiere im Grenzgebiet gezählt werden.
Damit diese Rückkehr gelingt, unterstützt die Association Burundaise pour la protection de la Nature (ABN) lokale Gemeinden direkt vor Ort. Ziel ist es, Lebensräume zu sichern und Konflikte mit der Bevölkerung zu vermeiden. Dazu gehören Aufklärungsarbeit, die Ausbildung von ehrenamtlichen Kranichschützern und praktische Hilfen für alternative Einkommensquellen wie nachhaltige Landwirtschaft oder ökologischen Fischfang. So wird nicht nur der Kronenkranich geschützt, sondern auch die Lebensgrundlage der Menschen verbessert.
Daher soll im Schutzgebiet ein Projektbüro eingerichtet werden sowie die Ausstattung und Ausbildung von Freiwilligen abgesichert werden. Gleichzeitig soll eine Baumschule für einheimische Baumarten entstehen.
Ihre Spende kann Großes für das Zootier des Jahres bewirken.
Weitere Informationen: www.zootier-des-jahres.de
Spendenkonto:
Freunde Haupstadtzoos, Commerzbank
IBAN:DE02 1204 0000 0912 9008 00
BIC:COBADEFFXXX
Betreff: Zootier des Jahres
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