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Der Sumatra-Tiger

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Sumatra-Tiger sind hauptsächlich durch Wilderei, Lebensraumverlust und Rückgang ihrer Beutetiere bedroht.

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) lebt nur in den Wäldern und Sümpfen auf der gleichnamigen indonesischen Insel Sumatra und ist damit die am südlichsten vorkommende noch lebende Unterart des Tigers. Früher waren die Sumatra-Tiger über die ganze Insel verbreitet; heute leben diese beeindruckenden Raubkatzen lediglich noch in verstreuten Gebieten, die vorwiegend Schutzgebiete sind. 

Vor 50 Jahren gab es auf der Insel Sumatra circa 1.000 Tiger. Nach aktuellen Bestandserhebungen leben zur Zeit des Entstehens dieses Artikels, also im Jahr 2021, noch etwa 400 Exemplare in der dortigen Wildnis. Er gehört damit zu den seltensten Unterarten des Tigers, weshalb ihn die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) in der Roten Liste den Sumatra-Tiger als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft. Er ist in seinem Verbreitungsgebiet geschützt und darf nicht gejagt werden. Darüber hinaus hat das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) den Handel mit lebenden Sumatra-Tigern als auch mit Produkten aus Teilen toter Tiere verboten. Somit genießen diese imposanten Großkatzen auch innerhalb der Europäischen Union höchsten Schutzstatus.

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Wenn die Sumatra-Tiger nicht massiv geschützt werden, könnten sie schon in wenigen Jahrzehnten aussterben.

Von 1998 bis 2002 wurden jährlich im Schnitt 51 Sumatra-Tiger gejagt. Früher wurden sie vorwiegend wegen ihres Fells getötet, das als Trophäe diente. Mittlerweile werden sie hauptsächlich wegen ihrer Bedeutung in der asiatischen Medizin, besonders in der chinesischen, verfolgt. Nahezu allen Körperteilen werden Wunderkräfte zugeschrieben, sodass das Wildern ein lukratives Geschäft darstellt. Nach aktuellen Schätzungen wird der jährliche Umsatz von Tigerprodukten auf über 25 Millionen US-Dollar geschätzt. Die Nachfrage von Arzneien aus Tigerteilen nimmt zwar gegenwärtig ab, wird jedoch auf kleinerem Niveau langfristig fortbestehen. 

Das wirtschaftliche Wachstum und eine damit einhergehende Bevölkerungszunahme führen dazu, dass die einmalige und artenreiche Naturlandschaft Sumatras schwindet. Der Verlust des Lebensraums durch Waldrodungen für die Papier- und Palmölindustrie ist neben der Wilderei das Hauptproblem für die endemischen Tiere. Palmöl ist eines der bedeutenden Exportgüter Indonesiens. Daher werden große Waldgebiete, in denen die Tiger leben, gerodet. Auch in Deutschland findet dieses Öl einen großen Absatz, weil es als Rohstoff für Kosmetik, Waschmittel, Fertiggerichte u.v.m. verwendet wird. Durch die Waldrodungen werden zeitgleich die Lebensräume der Beutetiere der Tiger verdrängt, sodass es ihnen an Nahrung mangelt. 

Um den Schutz der Sumatra-Tiger nachhaltig und effektiv sicherzustellen, unterstützt der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. die gemeinnützige Artenschutzorganisation WildCats Conservation Alliance.

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WildCats Conservation Alliance

WildCats Conservation Alliance ist eine Organisation, die den Schutz des Sumatra-Tigers, des Amur-Leoparden und des Amur-Tigers sowie aller anderen Tigerarten sichern möchte. 2018 hat sie zwei weltweit angesehene Förderprogramme für Wildtiere zusammengeführt, die 21st Century Tiger und die Amur Leopard and Tiger Alliance.

Die Organisation fördert auf Sumatra den Schutz der dort noch lebenden Tiger, um sie für zukünftige Generationen zu bewahren. Das Engagement von WildCats Conservation Alliance in Sumatra ist sehr vielfältig: So werden Waldpatrouillen aufgebaut und regelmäßig geschult, welche die Schutzgebiete durchstreifen und die Tiger beobachten. Auf der Grundlage dieser Beobachtungen erstellen die Wissenschaftler eine Bestandsdatenbank, die mit Hilfe von Kameraüberwachungen ständig erweitert wird.

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Eine Patrouille von WildCats Conservation Alliance, die Tigerfallen aufspüren und entfernen.

So werden die genauen Populationsgrößen und die Verbreitung der Tiger erfasst und ihr Lebensraum und besondere Schutzgebiete gezielt überwacht. Diese werden durch die Patrouillen gesichert, die wenn nötig Wilderer verfolgen und festnehmen und deren Fallen aufspüren und vernichten. Die Unterstützung von Tiermedizinern durch „WildCats“ spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, um kranke Tiger aufzuspüren und behandeln zu können. 

Zur kooperativen Vernetzung gehört auch die Zusammenarbeit mit örtlichen und nationalen Behörden, um den Wilderern und Händlern von Tigerprodukten ein effektives Gegengewicht zu bieten.

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WildCats Conservation Alliance arbeitet auch mit der einheimischen Bevölkerung zusammen, um den Menschen die Tiger als schützenswerte Bewohner ihrer Heimat nahezubringen.

Um die Sensibilisierung und Aufklärung der Bevölkerung Sumatras für ihren Tiger zu fördern, werden zudem örtliche Bildungsprojekte unterstützt. Kinder und Jugendliche werden bereits in den Schulen über den Sumatra-Tiger und dessen Bedrohung unterrichtet. Zu diesem Zweck fördert WildCats Conservation Alliance in Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Kulturministerium die Erarbeitung von Lehrplänen für die Naturschutzausbildung und beschafft Unterrichtsmaterialien; und mittels Aufklärungskampagnen und einer umfangreichen Öffentlichkeitsarbeit werden die Anwohner über den unerlaubten Handel mit Tiger-Produkten und dessen Auswirkungen informiert.

Steckbrief Sumatra-Tiger

Steckbrief Sumatra-Tiger - Artenschutz für Sumatra-Tiger
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IBAN: DE02 1204 0000 0912 9008 00
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Betreff: Artenschutz Sumatra-Tiger

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