Ein Artenschutzprojekt mit Ihrer Hilfe

Kleiner/Roter Panda oder auch Katzenbär

Katzenbären werden seit 1961 erfolgreich im Tierpark gehalten
Gefahren durch den Menschen drohen den Katzenbären vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraumes und durch Wilderei

 

Rote Pandas (Ailurus fulgens) haben eine Vielzahl von Namen, so werden sie auch Kleiner Panda, Katzenbär, Feuerfuchs, Goldhund oder auch Bärenkatze genannt. Sie leben in Nepal, Sikkim, im Norden von Bhutan und Indien, in Myanmar bis nach China und Tibet – in einer der artenreichsten Regionen der Welt. Dort bewohnen sie die Hänge des Himalaya auf einer Höhe von 1.500 bis 4.000 Metern in Mischwäldern mit dichtem Unterholz aus Bambusdickicht; ihre Hauptnahrung ist nämlich der Bambus. Wichtigster Indikator für die Bedrohung des Roten Panda in den Wäldern des östlichen Himalaya ist die Zerstörung dieses Lebensraums.

Durch die wachsende Bevölkerung wird diese schädliche Entwicklung vorangetrieben. Die wenig nachhaltige Beweidung der Wälder mit Nutztieren, die Erweiterung der Landwirtschaft, die Nutzung der Bäume als Feuerholz, aber auch der Straßenbau engen das Habitat der Bären immer weiter ein. Zudem setzen ihnen wildernde Haushunde zu, ebenso ist die Wilderei auf den Roten Panda wieder auf dem Vormarsch.

Katzenbären werden seit 1961 erfolgreich im Tierpark gehalten
Durch den starken Bevölkerungszuwachs werden immer mehr Wälder abgeholzt, daher ist die Aufforstung des natürlichen Lebensraums des Roten Pandas wichtig.

 

Die weltweite Population des Roten Panda ist in den letzten 20 Jahren um 50 Prozent zurückgegangen, schätzungsweise leben nur noch 2.500 in freier Wildbahn. Daher hat die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) den Katzenbären auf der Roten Liste als stark gefährdet aufgeführt. 

Um einen effektiven Schutz des Roten Panda sicherzustellen, ist es wichtig, dass ein Netzwerk von unterschiedlichen lokalen und internationalen Partnern aufgebaut wird. Dabei geht es um ein nachhaltiges System zum Schutz des Kleinen Panda, wie es das Red Panda Network praktiziert. Daher unterstützen wir als Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. diese Artenschutzorganisation.

Katzenbären werden seit 1961 erfolgreich im Tierpark gehalten
Der Schutz des Kleinen Pandas benötigt ein internationales Netzwerk

 

Das Red Panda Network (RPN) wurde 2007 als gemeinnützige Organisation gegründet und war damit die erste Naturschutzorganisation zum Schutz des Roten Panda und seines Lebensraums. Dabei hat sich die Organisation eine Vielzahl von strategischen Aufgaben gestellt: So ist eine wesentliche Säule der Arbeit die Erforschung und Überwachung der Tiere. Hierbei werden Statuserhebungen und Studien durchgeführt sowie Datenbanken aufgebaut.

Hinzu kommt der Einrichtung einer politischen Interessenvertretung, um die lokalen Gemeinden beim Schutz ihrer Wälder zu unterstützen. Auch die Hilfe der Regierungen und Verwaltungen zur Erarbeitung und Verabschiedung von Strategien zum Schutz der Art und ihres Lebensraums spielen hierbei eine bedeutende Rolle. So wurden z. B. auf lokaler Ebene Wildtierkorridore aufgebaut.

Katzenbären werden seit 1961 erfolgreich im Tierpark gehalten
Schulklasse in Nepal: Ohne eine effektive Bildungsarbeit wird der Schutz des Roten Pandas nicht von Dauer sein.

Darüber hinaus hat sich Red Panda Network auch der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit verschrieben. Hierbei geht es um die Sensibilisierung auf lokaler und globaler Ebene. Das RPN arbeitet dazu mit einer Vielzahl von Organisationen, Institutionen und weltweit mit zahlreichen Zoos zusammen. Zudem wurden u.a. auch der Internationale Roter-Panda-Tag und andere Hilfsprogramme initiiert, um das Bewusstsein für diese Tierart zu erhöhen. Die lokale Bildungsarbeit nimmt hierbei einen großen Stellenwert ein, daher arbeitet RPN mit Schulen vor Ort zusammen.

Es wurden übergreifende Schulgruppen aus örtlichen Schulen gegründet, die wiederum an ihren Schulen über den Roten Panda und die Bedrohung seines Lebensraums Texte veröffentlichen und Vorträge halten. So konnte bereits die Bedrohung des Roten Panda in Lehrpläne integriert werden. Über Radiosendungen, Workshops und die Verteilung von Plakaten und Schildern werden weitere Menschen für seinen Schutz sensibilisiert.

Katzenbären werden seit 1961 erfolgreich im Tierpark gehalten
Red Panda Network setzt auf eine Vielzahl von Maßnahmen, um den Schutz der Katzenbären zu garantieren.

Um die Lebensräume der Roten Panda zu überwachen und zu schützen, beschäftigt RPN einheimische Forest Guardians. Diese arbeiten in ihren jeweiligen Gemeinden an der Schaffung eines Community Forest Network, das die lokale Bevölkerung in die Lage versetzt, ihre Wälder zu schützen. Forstwächter werden zu professionellen Forstverwaltern und Botschaftern für den lokalen Naturschutz geschult, die regelmäßig die Populationen und Lebensräume des Roten Panda scannen und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung durchführen. Sie entfernen Fallen, kämpfen gegen die Wilderei und arbeiten mit den Behörden zusammen, um gegen Wilderer zu ermitteln.

Zum Schutz des Waldes hat RPN vielfältige Angebote für die Bevölkerung initiiert. In zerstörten Waldgebieten wurden Baumschulen für den Anbau von Bambus und Heilpflanzen angelegt, nicht zuletzt um Arbeitsplätze zu schaffen, das lokale Einkommen zu steigern sowie grundsätzlich den Druck auf die Waldressourcen zu verringern. Darüber hinaus wird Saatgut verteilt und es werden Gewächshäuser zur Verfügung gestellt, um den regionalen landwirtschaftlichen Ertrag zu verbessern. Außerdem werden in Zusammenarbeit mit ansässigen Organisationen Bäume und Pflanzen gesetzt, um die Lebensräume für den Roten Panda wieder aufzubauen. 

Alle für einen, einer für alle: Durch den Schutz des Roten Panda werden auch viele andere bedrohte Tierarten, wie beispielsweise der Schneeleopard, der Himalaya-Schwarzbär und Hunderte von Vogelarten geschützt.

Steckbrief Roter Panda/Katzenbär

Verbreitungsgebiet vom Kleinen Panda
Die Roten Pandas brauchen unsere Hilfe

 

Spendenkonto:

Freunde Haupstadtzoos, Commerzbank
IBAN: DE02 1204 0000 0912 9008 00
BIC: COBADEFFXXX
Betreff: Artenschutz Roter Panda

Online-Spende:

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