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Bürstenschwanz-Felskänguru

Bürstenschwanz-Felskänguru - Artenschutz - Freunde Hauptstadtzoos
Nicht nur der Bestand der Bürstenschwanz-Felskängurus sinkt, sondern auch ihr Lebensraum schwindet zusehends.

Die Beuteltiere Australiens sind faszinierende Spezies und das Känguru als bekanntestes zugleich das Wappentier des Kontinents. Innerhalb der Kängurugattung werden mehrere kleinere Arten als Wallaby bezeichnet, zu denen auch die Felskängurus gehören. Unter ihnen zählt das Bürstenschwanz-Felskänguru (Petrogale penicillata) zu den größeren Wallabys, dabei ist ihr buschiger Schwanz namensgebend. 

Vor einigen Jahren war das Bürstenschwanz-Felskänguru in den bergigen Regionen in Australiens Südosten weit verbreitet. Mittlerweile kommt es nur noch in den drei australischen Bundesstaaten New South Wales, Victoria und Queensland vor, wo es ebenfalls vom Aussterben bedroht ist. Ende 2019 haben die dortigen dramatischen Brände die Bedrohung noch verschärft. Aufgrund der Feuersbrünste ist der Lebensraum stark eingegrenzt und viele Teile der Vegetation sind weithin vernichtet worden.

Die Weltnaturschutzorganisation (IUCN) stuft die Bürstenschwanz-Felskängurus als gefährdet ein.

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Ein großes Problem stellen die immer längeren Perioden extrem hoher Temperaturen dar, die Australien aufheizen und so das Land unfruchtbar machen.

Vom Menschen nach Down Under eingeführte nichtheimische Arten sind eine Bedrohung für die Bürstenschwanz-Felskängurus: Ziegen und Kaninchen konkurrieren mit ihnen um den gleichen Lebensraum, gegenseitig machen sie sich die knappe Nahrung streitig. Eine weitere direkte Bedrohung sind vorgedrungene Fressfeinde wie Wildfüchse und -katzen.

Die größte Bedrohung für die Kängurus stellt jedoch die vom Menschen immer stärker vorangetriebene Umwandlung des natürlichen Lebensraumes in Weideland für Schafe, Ziegen und Rinder und landwirtschaftliche Nutzflächen dar.

Ein gravierendes Problem sind zudem immer längere Perioden extrem hoher Temperaturen: Sie heizen Australien auf, legen Feuchtgebiete trocken, machen Böden unfruchtbar und gefährden die Wasserreserven. Dadurch kommt es immer häufiger zu Buschbränden, die den Lebensraum des Bürstenschwanz-Felskängurus noch weiter einschränken. 

Der Förderverein von Tierpark Berlin und Zoo Berlin e.V. unterstützt daher die gemeinnützige Organisation The Friends of the Brush-Tailed Rock-Wallaby, um einen Beitrag zu leisten, wie die Bürstenschwanz-Felskängurus nachhaltig geschützt werden können.

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The Friends of the Brush-Tailed Rock-Wallaby (Logo)

1995 wurde The Friends of the Brush-Tailed Rock-Wallaby von Bewohnern des Kangaroo Valley - südlich von Sydney gelegen - gegründet. Das Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, den Bestand der Bürstenschwanz-Felskängurus zu erhöhen und deren Lebensraum zu bewahren. Dazu werden spezielle Projekte durchgeführt, um das öffentliche Bewusstsein für die Bedrohung der Wallabys zu erreichen. 

Noch sind nicht alle Bedrohungsfaktoren für die Bürstenschwanz-Felskängurus untersucht, daher werden auch Forschungsprojekte durch The Friends of the Brush-Tailed Rock-Wallaby eingebunden. Dabei werden Stipendien an die Fakultät für Veterinärwissenschaften der Universität Sydney für die Master of Wildlife Health und Population Management vergeben.

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Im Rahmen der Forschungsarbeit werden die Felskängurus mit Sendern versehen, um das Verhalten der Tiere zu erforschen.

Neben der Forschungsarbeit bildet die Förderung von Bildungsprojekten einen Grundansatz in der nachhaltigen Arbeit, da es wichtig ist, die kommenden Generationen über die Bedeutung und Bedrohung der einzigartigen biologischen Vielfalt des Fünften Kontinents aufzuklären. Die Grund- und Sekundarschulprogramme werden von Mitarbeitern des National Parks and Wildlife Service mit über 10 Jahren Erfahrung in der Umwelterziehung und dem Artenmanagement entwickelt sowie umgesetzt.  

Um ein umfangreiches Schutzsystem für die Felskängurus aufzubauen, arbeitet die Organisation mit einer Vielzahl von Partnern zusammen: So gibt es u. a. Kooperationen mit dem Umweltministerium. Foundation for National Parks and Wildlife, ACT Parks and Reservate Tidbinbilla.

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Es gibt nur noch sechs Familiengruppen von Bürstenschwanz-Felskängurus in freier Wildbahn, die den Wissenschaftlern bekannt sind.

 

Das Hauptaugenmerk beim Schutz der Bürstenschwanz-Felskängurus liegt auf der Bewahrung ihres Lebensraums. Vor allem sollen zerstückelte Gebiete wieder miteinander verbunden werden, um den Familiengruppen einen Austausch zu ermöglichen und somit eine effektive Bestandsentwicklung abzusichern.

Steckbrief Bürstenschwanz-Felskänguru

Steckbrief Bürstenschwanz-Felskänguru - Artenschutz für Felskänguru
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Betreff: Artenschutz Felskänguru

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