Zwillinge bei den Afrikanischen Wildhunden im Tierpark Berlin

 

Die am 7. Januar 2026 im Tierpark Berlin geborenen Afrikanischen Wildhunde beginnen langsam munter die Außenanlage zu erkunden. Die beiden sind ca. 2,5 kg schwer und gesund.

In den nächsten Wochen werden die Welpen schnell heranwachsen. Etwa alle vierzehn Tage verdoppeln sie ihr Körpergewicht.

Nach einer Tragzeit von ca. 72 Tagen kommen die Jungtiere in Erdhöhlen zur Welt. Ein Wurf besteht aus zwei bis 16.  Die Welpen wiegen bei der Geburt 300 bis 350 g und werden fünf bis zehn Wochen gesäugt, danach werden sie mit herausgewürgter Nahrung gefüttert. Im 2. Lebensjahr werden die Jungtiere geschlechtsreif.

 

Sie tragen den wissenschaftlichen Namen „Lycaon pictus“. Das heißt übersetzt so viel wie „bemalter Wolf“. Sehr passend, denn jeder Hund besitzt seine eigene, einmalige Fellzeichnung. Obwohl sie gelegentlich auch „Hyänenhund“ genannt werden, sind sie mit den Hyänen, welche eine eigene Familie der Katzenartigen bilden, nicht verwandt.

Afrikanische Wildhunde sind aus ihrem Ursprungsgebiet verschwunden. Im Westen Afrikas sind sie ebenfalls schon fast ausgerottet, in Zentral- und Nordost-Afrika sind die Populationen stark minimiert. Die größte Population ist im südlichen Afrika und südlichsten Ost-Afrika vorzufinden. Mit Naturschutzprojekten vor Ort soll das Aussterben dieser Tierart verhindert werden.

Die geselligen Afrikanischen Wildhunde leben in der offenen Gras- und Waldsavanne. Die Rudelgröße schwankt zwischen einem Paar mit seinen Jungen und großen Rudeln mit bis zu 60 Tieren. Wildhunde sind frühmorgens und spätabends am aktivsten. Gelegentlich jagen sie auch bei Mondlicht. Während der Mittagshitze ruht das Rudel im Schatten von Bäumen, in Mulden von Erdferkeln oder Warzenschweinen oder in Wasserlachen.

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