Prinz-Alfred-Hirsch im Zoo Berlin geboren

Fotos: Monika Kochhan

Prinz-Alfred-Hirsche gehören zu den seltensten Vertretern der Echten Hirsche und mit nur 80 cm Schulterhöhe auch zu den kleinsten. Die Art ist nach Prinz Alfred (1844-1900), dem Sohn der britischen Königin Victoria benannt. Sie haben ein dichtes braunes Fell mit hellen Punkten.

Prinz-Alfred-Hirsche leben im dichten Unterholz der Regenwälder und ernähren sich von Gräsern und Blättern. Da das Nahrungsangebot nicht reich ist, leben die nachtaktiven Tiere meist als Einzelgänger.

Ursprünglich auf vielen Inseln der Philippinen beheimatet ist die Art durch Jagd und Lebensraumzerstörung am Rand des Aussterbens. 95% des ursprünglichen Verbreitungsgebietes hat der Prinz-Alfred-Hirsch verloren und kommt nur noch auf zwei Inseln mit wenigen hundert Tieren vor.

Die Geschichte der Haltung des Prinz-Alfred-Hirschs im deutschsprachigen Raum geht auf das Jahr 1874 zurück, als der Zoo Berlin einen Bock vom Londoner Zoo erwerben konnte. Im 20. Jahrhundert wurden während langer Zeit keine Vertreter der mittlerweile selten gewordenen Art in Europa gehalten. Erst 1990 konnte der Zoo Mulhouse für ein Erhaltungszuchtprogramm wieder Prinz-Alfred-Hirsche aus den Philippinen importieren. Von dort gelangte 1994 wieder ein Paar nach Berlin.

Tragezeit
Bis ein Jungtier auf die Welt kommt, dauert es 8 Monate. Meist kommt nur ein einzelnes Jungtier auf die Welt.

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