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Großtrappe - Artenschutz vor der Haustür

Der schräge seltene Vogel unserer Region darf nicht aussterben
Der schräge seltene Vogel unserer Region darf nicht aussterben

Putenähnlicher Vogel, der mit den Kranichen verwandt ist. Flügelspannweite der Hähne: über 2 Meter. Fortbewegung vor allem laufend; fehlende Hinterzehe erlaubt kein Landen auf Bäumen. Die Großtrappe zählt zu den schwersten flugfähigen Vögeln der Welt und besiedelt heute steppenähnliche Agrarlandschaften von Portugal bis China. Als Bewohner offener Steppen wanderte die Großtrappe im Mittelalter bei uns ein, nachdem der Mensch die Wälder gerodet und in weiträumige Agrarlandschaften umgewandelt hatte.

Als Kulturfolger breitete sich die Großtrappe, gefördert durch die vielen ruhigen Brachen der damaligen Dreifelderwirtschaft, über weite Teile Europas bis England und Südschweden aus. Nach Verlusten ihres Lebensraumes und starken Bestandseinbußen findet man innerhalb des Verbreitungsareals heute meist nur noch kleine Restvorkommen. Diese sind in Brandenburg – hier im Havelländischen Luch und in den Belziger Landschaftswiesen – sowie an der Grenze zu Sachsen-Anhalt, im Fiener Bruch. Heute ist die Großtrappe auf derganzen Welt gefährdet, in Deutschland und Österreich vom Aussterben bedroht.

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Verbreitungsgebiet der Großtrappe
Verbreitungsgebiet der Großtrappe

Einst wurden die Vögel aus jagdlicher und kulinarischer Sicht durch die Obrigkeit geschätzt, doch die Bauern klagten immer wieder über Schäden an ihren Kulturen. Daher begann man 1753 mit Genehmigung Friedrich II., die Trappen zu bekämpfen. Die Mark Brandenburg war stets die Hochburg der Großtrappen in Deutschland, daher wurden sie auch Märkischer Strauß genannt. Um 1940 gab es noch über 3.000 Individuen. Schutzmaßnahmen ab den 1970er Jahren konnten den Rückgang verlangsamen, doch bis Ende der 1980er Jahre konnte kaum ihr Lebensraum einbezogen werden. Mitte der 1990er Jahre gab es nur noch 57 Vögel und das Schicksal der Art schien besiegelt, doch 2007 gab es wieder 110 Großtrappen in Deutschland.

Großtrappen leben nicht paarweise, sondern in Fortpflanzungsgemeinschaften. Außerhalb der Paarungszeit halten sie sich meist in getrenntgeschlechtlichen Gruppen auf. Männchen und Weibchen finden vor allem während der Balzzeit von März bis Juni an den traditionellen Balzplätzen zueinander. Bei der Balz wird der Hahn zu einem großen, weißen, sich ruckartig drehenden Federball und lockt paarungsbereite Weibchen so über große Entfernungen an. Nur die Hennen brüten. Sie sind Bodenbrüter und legen 2 bis 3 Eier. Nach 25 Tagen schlüpfen die Küken, die von der Henne über mehrere Monate geführt werden. Wenngleich schon mit 4 bis 5 Wochen flugfähig, entgehen die Jungtrappen Gefahren, indem sie sich an den Boden drücken und sind so durch Bewirtschaftungsmaßnahmen besonders gefährdet. Erst mit 10 bis 12 Wochen versuchen sie, fliegend zu entkommen. Geschlechtsreif werden die Weibchen mit zwei und die Männchen mit vier bis fünf Jahren.

In der heutigen Landwirtschaft zerstören moderne Maschinen, intensiver Einsatz chemischer Dünge- und Pflanzenschutzmittel sowie großflächige Monokulturen die Lebensgrundlagen der Großtrappen. Problematisch ist weiterhin die Zerschneidung und Verbauung der Lebensräume durch Straßen, Windkraftanlagen und Freileitungen, wobei letztere auch  direkte Verluste verursachen.

Ein vielseitiger dauerhafter Großtrappenschutz ist notwendig, um die Art in unserem Land zu erhalten.

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Betreff: Artenschutz Großtrappe

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